Tanz

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CocoonDance Company

Chora

Fr 11. Dezember 2026, 20 Uhr
Sa 12. Dezember 2026, 20 Uhr

Wann fängt es an, wann hört es auf? Was bedeutet die Stille, was die Dunkelheit? Wo ist mein Platz? Und wieviel Nähe wage ich zu suchen? Die Produktion Chora macht Tänzer:innen und Publikum zur Gemeinschaft. Zusammen bewegen sie sich durch ein Setting ohne Bühnengrenzen. Und schärfen so die Wahrnehmung füreinander.

Die Bonner Company CocoonDance, 2000 von der Choreographin Rafaële Giovanola und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründet, feiert nicht nur kontinuierlich nationale und internationale Erfolge, sondern schafft auch das Kunststück, neugierig zu bleiben, immer neue Beziehungsgeflechte zwischen Körper und Raum, Künstler:innen und Zuschauer:innen zu stiften. Und auf diese Weise ein Ereignis der Empfindungen zu beschwören. CocoonDance, bekannt für seine den Körper dekonstruierenden Arbeiten, konzentriert sich in Chora wie nie zuvor auf die Vorstellung von Raum. Choreografie wird als Kulturtechnik verstanden, die Körper und Dinge neu ordnet und verbindet, Veränderungen vorantreibt und Resonanzräume öffnet. Die von Chora erzeugte Raumwahrnehmung stellt sich dar als ein sich immer wieder neu öffnender und schließender Raum, der es uns ermöglicht, unsere Beziehung zur uns umgebenden Welt in ihrer zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit und Verstrickung zu erfassen. CHORA zitiert den altgriechischen Begriff Khôra, der einen Ort, einen Raum bezeichnet und für verschiedenste Denker:innen von Platon bis Deleuze im Hinblick auf ein drittes Wesen, die Vermischung von intelligibler und sinnlicher Welt und den Ort ständiger Transformation von besonderem Interesse war.

!! Vor jeder Aufführung wird das Publikum zu einer 20-minütigen praktischen Einführung eingeladen. Diese findet auf der Bühne statt und wird von Rafaële Giovanola geleitet. Für die Einführung sind keine Vorkenntnisse oder besondere Kleidung erforderlich. Der Treffpunkt ist um 19:15 Uhr im Foyer.

Ein Meisterstück. … Rafaële Giovanola ist unermüdlich. Genau in diesem Sinne ist auch CHORA. … CHORA ist eine säkulare kollektive Gemeinschaft, ein Manifest für unsere Zeit, modern und radikal. (Blaustein-Niddam, cult.news, Paris)

Nach und nach wird der Tanz zur Welt. Die Aufführung verändert ihren Inhalt und wird hyperaktiv und faszinierend, sobald wir uns erlauben, Teil des Tableaus zu werden, in den Tanz einzutreten. … Die Zeit bleibt stehen. … ein tiefgründiges Stück, das sich langsam aufbaut, aber am Ende buchstäblich verzaubert! (Olivier Frégaville-Gratian d’Amore, loeildolivier.fr, Paris)

… ein Ereignis von großer Kraft, ein Abenteuer für jeden, der dabei ist. Die Zuschauer erleben sich im Theaterkontext völlig anders, werden aus ihrer Zuschauerrolle herausgerissen, ohne dabei in ein peinliches Mitmachtheater hineingezwungen zu werden. (Bernhard Hartmann, Bonner General-Anzeiger)

Die Produktion von Cocoon entwickelt eine schöne Klaviatur der Emotion im Zusammenspiel von Tanz, Licht und Musik, die man lustvoll in einem von Konventionen befreiten Raum erleben kann. (Klaus Dilger, tanzweb.org)

 

Performance aus einem wechselnden Team von sieben Performer:innen

Martina De Dominicis, Margaux Dorsaz, Álvaro Esteban, Clémentine Herveux, Marin Lemic, Evandro Pedroni, Cristina Commisso / Jenna Hendry / Colas Lucot / Bojana Mitrovic

Choreografie

Rafaële Giovanola

Co-Autoren

Martina De Dominicis, Álvaro Esteban, Fa-Hsuan Chen, Susanne Schneider 

Komposition

Franco Mento, Jörg Ritzenhoff

Kostüme

Fa-Hsuan Chen

Licht / Raum

Jan Wiesbrock, David Glassey, Boris Kahnert

Dramaturgie

Rainald Endraß

Foto

© Michael Maurissens

Gefördert durch Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Bundesstadt Bonn, Pro Helvetia, Théâtre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.