9. Internationales Bonner Tanzsolofestival

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Pierre Piton (CH)

OPEN/CLOSED

Sa 25. April 2026, 20 Uhr – Deutsche Erstaufführung
im Anschluss Artist Talk mit Mitgliedern der Junior Company

Open/Closed führt die Zuschauer:innen durch eine persönliche Erkundung des Körpers – sowohl seines Äußeren, als auch dessen Innenleben. Pitons Bewegungen stellen sich der Herausforderung der Horizontalität und der Vertikalität der Ebenen, spielen mit prekären Zuständen von Gleichgewicht und fließen zwischen Wänden und Boden. Seine sensitive Choreografie, die sich im Dialog mit den organischen Klängen Simone Auberts vollzieht, reflektiert die Ambiguität einer persönlichen Revolution, die ebenso zerbrechlich wie kraftvoll ist. Die Grenzen des Selbst verschwinden in diesem Stück, das gleichzeitig eine Einladung darstellt, sich seiner Umgebung zu öffnen.

„Ich wurde 1995 geboren und gehöre einer Generation an, die ich als in-between wahrnehme. Wir entfalten uns zwischen Utopie und Dystopie, zwischen Wut und Angst und steuern in eine unmöglichen Zukunft. Mit Open/Closed möchte ich diese Dualität nach außen tragen und den emotionalen Zustand dieses Aufruhrs als eine Geste der Ermächtigung erforschen.“

Pierre Piton ist ein französischer, queerer Choreograf und Performer. er Lebt in Stockholm und Zürich. Ausgebildet am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris und an La Manufacture in Lausanne, arbeitet er bei The Field, einem Kollektiv, das sich dem nicht-hierarchischen und kollaborativen Tanzschaffen widmet, im Dialog mit Choreografen wie Simone Aughterlony, Ofelia Jarl Ortega, Isabel Lewis und Meg Stuart. Pierre Piton ist außerdem Mitbegründer von La PP zusammen mit Romane Peytavin, wo er Werke schafft, die auf improvisierten Partituren basieren, darunter Dédicace und Farewell Body. 

Choreografie, Tanz

Pierre Piton

Komposition, Live-Musik 

Simone Aubert

Lichtdesign

Marek Lamprecht

Kostüm

Marie Bajenova

Körper-Recherche, Dramaturgie

Romane Peytavin

Outside Eye

Lucia Gugerli

Produktion & Touring

Maxine Devaud / oh la la – performing arts production

Dramaturgische Unterstützung

Jessica Huber (Tanzhaus Zürich)

Foto

© Grégory Batardon

Koproduktion: Tanzhaus Zürich, Arsenic – Centre d’art scénique contemporain. Unterstützt von Danse & Dramaturgie (D&D CH), eine Initiative des Théâtre Sévelin 36 Lausanne, in Partnerschaft mit Dampfzentrale Bern, ROXY Birsfelden, Südpol Luzern, Tanzhaus Zürich, TU-Théâtre de l’Usine Genève; finanziert von Pro Helvetia und SSA (Société Suisse des Auteurs). Mit Unterstützung von Kultur Stadt Zürich, Pro Helvetia, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, SSA – Société Suisse des Auteurs, Fondation Nestlé pour l’art, Landis & Gyr Stiftung, Fondation FLUXUM, Oertli Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung SIS.