west off 2022

Das Projekt „West Off“ wurde 2010 von dem Theaternetzwerk Rheinland gegründet und setzt mit der Förderung des künstlerischen Nachwuchses neue Impulse.

In diesem Jahr heißt es: Wir begegnen uns wieder. Endlich. 

Nichts ist so wie vorher. Die Gegenwart manifestiert sich in völlig neuen Formen. Die ausgewählten jungen Theatermacher*innen aus NRW bearbeiten ihre Lebens-Wirklichkeiten mit Spaß, Reflexion und lustvoller Ambivalenz.

Mira Rosa Plikat & Collaborators

NACHTTARIF

Co-Choreografie & Performance: Ken Konishi, Kilian Löderbusch, Mira Rosa Plikat / Künstlerische Leitung: Mira Rosa Plikat / Mentoring: S. Rudat / Research: Darya Myasnikova, Tamora Dinklage, Paulina Jürges / Musik: Carl-Noë Struck /

Foto: Ingo Solms

Dienstag / 29. November / 20 Uhr

Eine nächtliche Szene: drei Personen an einem öffentlichen Ort. Kennen sie sich? Oder stehen sie nur zufällig nebeneinander? Sie scheinen sich zu misstrauen, ziehen sich an, kommen sich näher, beobachten, provozieren und verbünden sich.

In NACHTTARIF entwickelt die Choreografin Mira Rosa Plikat eine Dreier-Begegnung, in der alles möglich ist: das Spiel einer gemeinsamen Laune wie die Situation zwischen Fremden, die zu eskalieren droht. Scheinbar wahllos ändern sich die Verhältnisse, heben ab ins Absurde. Ob sie tatsächlich passieren oder nur in den Köpfen der Anwesenden stattfinden, bleibt bis zum Ende unklar. Realität oder Paranoia?

Mira Rosa Plikat ist Tänzerin, Choreografin und Malerin in Köln. Sie studierte am Zentrum für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Vor ihrer tänzerischen Laufbahn studierte sie visuelle Kunst und Psychologie an der Technischen Universität Dortmund. Ihre Erfahrungen in der bildenden Kunst haben immer wieder Einfluss auf ihre performativen Arbeiten.

Seit 2019 kreiert sie eigene Choreografien und Videoarbeiten, die sie u.a. in der Studiobühne Köln, im Tanzhaus NRW, im Tanzhaus Zürich und in den Flottmannhallen in Herne zeigte. Als Performerin wirkte sie u.a. in Choreografien von Emanuel Gat, Cie. Willi Dorner und Judith Sanchez mit. Sie ist Preisträgerin des SoloDuo NRW and friends Festivals 2022.

mirarosaplikat.com

Hier geht es zur Premieren-Kritik von und zum Trailer: www.tanznetz.de/de/article/2022/nachttarif-

shocking true

Am Sonntag essen wir friedensmäßigen Streuselkuchen

Dramaturgie: Sarah Wessels / Outside Eye: Maximilian Mandery / Performance, Text & Musik: Steffi Günther / Sprecherin (Ruth): Irene Baumann / Mentoring: Philine Velhagen

Donnerstag / 1. Dezember / 20 Uhr

Freitag / 2. Dezember / 20 Uhr

Zwei in krisengeschüttelten Zeiten. Die eine nach dem Krieg. Alles zerstört: die Moral, die Häuser, die Währung, die Körper. Die andere in einer Welt, in der die Lebensgrundlagen schwinden, sich der Planet im Generalstreik befindet. Die Zukunft blind.

Am Sonntag essen wir friedensmäßigen Streuselkuchen ist ein Live-Hörstück, in dem sich die Theatermacherin Steffi Günther mit Briefen ihrer Großmutter aus den Jahren 1946/47 auseinandersetzt. In einem fragmentarischen Gewebe aus O-Tönen der Großmutter, philosophischen Gedanken, persönlichen Kommentaren und Tagebucheinträgen unternimmt sie den Versuch, sich ins Verhältnis zu setzen: zum 24-jährigen Ich ihrer verstorbenen Großmutter, zur Nachkriegszeit, zu Fragen von Religion und Transzendenz, zur Klimakrise, zum Schuld- und Zeitbewusstsein ihrer eigenen Gegenwart und der Frage nach (un-)möglichen Zukünften.

Steffi Günther ist Performerin, Theatermacherin und Musikerin in NRW; Maximilian Mandery ist Dramaturg und Theaterpädagoge in Hamburg. Unter dem Label shocking true arbeiten sie gemeinsam an der Schnittstelle von Installation, Lehrstück Theater und Musik. Künstlerisch erforschen sie Grusel, Spaß und Grausamkeiten. Dabei beschäftigen sie sich mit der gesellschaftlichen Positionierung zeitgenössischer Künste und fragen nach ihren kritischen Potenzialen.

Sailor Tune

schrödingers cats

Mit: Antonia Alessia Virginia Beeskow, Josephine Stamer, Sebastian Fecke Diaz, Sophia Schach, Frithjof Gawenda, Laurenz Raschke, Monsieur und Dr. Nele Katz / Sounddesign: Antonia Alessia Virginia Beeskow, Josephine Stamer, Sebastian Fecke Diaz / Bühne & Ausstattung: Sophia Schach / Lichtdesign: Frithjof Gawenda / Support: Laurenz Raschke / Mentoring: Phillip Schulze / Foto: Laurenz Raschke

Samstag / 3. Dezember / 20 Uhr

Katzen sind omnipräsent in Pop- und Alltagskultur: als YouTube-Influencerin, Meme-Ikone oder unberechenbare Unruhestifterin in Zoom-Meetings und Pressekonferenzen. In der Soundperformance schrödingers cats widmet sich Sailor Tune diesen Geschöpfen auf phänomenologisch-erzählerische Weise, fängt die tiefsten Frequenzen eines Schnurr-Geräusches ein, stimmt den Sampler und interpretiert den Bühnenraum im Sinne des Gedankenexperiments von Erwin Schrödingers Katze: Ist die Katze tot oder lebendig? Du wirst nicht dieselbe Person sein, nachdem du dieses Stück gesehen hast! What does it meme?

Sailor Tune ist ein performatives Alter Ego und arbeitet mit Affirmation, Sound und Pop-Appropriation. Ausgestattet mit Klinkenkabeln, Fadern und Samples kämpft Sailor Tune für spekulative Sinneserfahrungen und akustische Phänomene. Initiiert am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen und jetzt based in NRW.

 

west off 2022

Projektkoordination: Christoph Rech (FFT Düsseldorf), Dietmar Kobboldt (studiobühneköln), Svenja Pauka (Theater im Ballsaal) / Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Claudia Grönemeyer (Theater im Ballsaal) / Technische Leitung: Pascal Gehrke / Gestaltung: Slothrop.eu / west off 2022 — Theaternetzwerk Rheinland wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln.

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