fringe ensemble
im Bonner Kultursommer 2021

Draußen und vor Ort

Ab 20. August feiert im Rahmen des Bonner Kultursommers „Draußen und vor Ort“ eine neue mobile Spielstätte des Theater im Ballsaal Premiere. Dann wird der nagelneue, blaue Theatercontainer erstmals in der Stadt zu sehen sein: Auf dem Münsterplatz präsentiert das fringe ensemble in, an und um den Container bis zum 29. August Performances, Theater, Konzert, Film und lädt Theaterbegeisterte und neugierige Passanten und Passantinnen dazu ein.
Es gelten stets die aktuellen Corona-Schutz-Maßnahmen für Kulturveranstaltungen.

Sa, 21. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

2 Rauschen

Manuel Klein & Ömer Sarıgedik

Konzert

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Der eine ist ein deutscher Schauspieler, Songwriter, Musiker und Sänger und lebt in London, der andere ist ein türkischer Komponist, Musiker und Sounddesigner und lebt in Lyon. Sie kennen sich aus verschiedenen Produktionen des fringe ensemble, auch aus der Produktion „Rauschen“. Nun treffen sich die beiden in Bonn und rauschen gemeinsam in und durch einen musikalischen Abend mit Songs von Manuel Klein und musikalischen Arrangements und atmosphärischen wie narrativen Sounds von Ömer Sarıgedik. Ein Konzert, das eigens für „Draußen und vor Ort“ entsteht.

Musik-Performance

Sa, 21. und So, 22. August 2021, 21 Uhr,
Eintritt frei

Soundyear

Ömer Sarıgedik

Für „Soundyear“ wird der türkische Musiker, Komponist und Sound-Designer Ömer Sarıgedik nach Bonn kommen. Seine elektronische Musik-Performance macht die aktuellen Bewegungen von Planeten unseres Sonnensystems, die er als Live-Daten von der NASA empfängt, hörbar. Er komponiert sie live zu einer Klangreise – ein langsamer Zoom aus der Leere des Weltraums zur Erde. Das Publikum nimmt in Liegestühlen Platz und verfolgt die Performance über Silentevent-Kopfhörer.

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So, 22. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

B9

Internationaler Sprechchor Bonn

Film und Sprechchor

Mit den Mitgliedern des Internationalen SprechChor Bonn, 17 Bonner*innen aus 10 Nationen
Konzept und künstlerische Leitung: Bettina Marugg, Claudia Grönemeyer
Regie: Bettina Marugg
Autor: Lothar Kittstein
Komposition: Gregor Schwellenbach
Kamera: Sirpa Wilner
Bühne: Eduardo Serú
Kostüme: Annika Ley
Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit: Claudia Grönemeyer

Der vom fringe ensemble gegründete und geleitete Internationale SprechChor Bonn mit 19 Mitgliedern aus 11 Nationen wird das im Rahmen von BTHVN 2020 entstandene Sprechwerk „B9“ zeigen, eine Adaption der 9. Symphonie ohne eine einzige Note Musik. Das vielsprachige Stück ist, wie seine weltberühmte Vorlage, eine Reflektion auf eine erschütterte und eine Hymne auf eine utopische Welt.
Die Veranstaltung setzt sich aus einem Film und einer Live-Präsentation zusammen. Unter der Leitung von Bettina Marugg arbeitete das Ensemble mit dem Autor Lothar Kittstein und dem Komponisten Gregor Schwellenbach zusammen, nutzte eigene Texte der Chormitglieder sowie Schillers Ode „An die Freude“.

Performance

Mo, 23. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

Still Standing

Locu&Ruth

Das Künstlerinnen-Duo Locu&Ruth hat vor drei Jahren mit dem Projekt „Still Standing“ begonnen. Sie nehmen den Stillstand wörtlich und bleiben tatsächlich für mindestens 20 Minuten regungslos an Ort und Stelle stehen. Stehen ist für sie ein aktiver und durchaus wachsamer Vorgang. Sie setzen sich den jeweiligen Begebenheiten vor Ort aus und mit der ausdauernden Anwesenheit den Ort in Szene. Mit einer Filmkamera legen sie den Bildausschnitt fest, in dem sie sich positionieren. Die Filmaufnahmen bilden eine Dokumentation der Orte und der dort zufällig oder permanent Anwesenden. Was genau passieren wird, wissen sie nicht. Die Arbeit, die sich zwischen Mikro-Intervention im öffentlichen Raum, Film und Performance bewegt, ist minimalistisch aufgebaut. Still Standing kommt ohne Sprache und Ton aus, sodass das Stück für Menschen mit unterschiedlichsten Sprach- und Hörfähigkeiten zugänglich ist. Die Leidenschaft fürs Still-Stehen-Bleiben hat das Duo bereits an über 300 verschiedenen Orte gebracht. Sie stehen an alltäglichen Orten, an Orten der Verwandlung, wie dem Hambacher Forst und Orten der Verhandlung, wie der Weltklimakonferenz.

Di, 24. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

Annette, ein Heldinnenepos

fringe ensemble

Lesung

Von Anne Weber

Mit: Nicole Kersten, Bettina Marugg
Fassung und szenische Einrichtung: Nicole Kersten, Bettina Marugg, Svenja Pauka

Wie führt man ein Leben in der französischen Résistance? Wie gelingt ein privates Leben als Mitglied der kommunistischen Partei? Die Autorin Anne Weber wurde für „Annette, ein Heldinnenepos“ mit den Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet. In der Jurybegründung hieß es: „Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin messen: Es ist atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet.“ Es entsteht ein Sog, immer weiterzulesen oder „draußen und vor Ort“ Platz zunehmen und zuzuhören.

Schauspiel

Mi, 25. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

Gift. Eine Ehegeschichte

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Von Lot Vekemans

Mit: Nicole Kersten, Jonas Gruber
Regie: Roland Riebeling
Bühne: Res Ingold
Musik, Sounddesign: Yuka Otsuki
Regieassistenz: Kosta Tsourouflis

 

Ein Mann und eine Frau treffen sich nach zehn Jahren auf dem Friedhof wieder. Hier liegt der Leichnam ihres gemeinsamen Kindes, der umgebettet werden soll, nachdem man im Boden Gift gefunden hat. Beide sind mit dem Verlust des Kindes sehr unterschiedlich umgegangen. Er ist nach Frankreich gegangen, hat versucht, ein neues Leben zu beginnen, hat eine neue Frau und wird bald wieder Vater. Sie ist im gemeinsamen Haus geblieben, eingeschlossen in ihrer Trauer und kann den Gedanken an Veränderung nicht ertragen.

„Weil eine zurückhaltende Regie und zwei ebenso virtuose wie disziplinierte Darsteller sich hier ganz in den Dienst dieses lebensklugen Dramas stellen, bekommt der Zuschauer hier einen kurzweiligen Theaterabend geboten.“ (Kölner Stadtanzeiger)

Fr, 27. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

Intermezzo

Moritz Preisler

Jazz-Konzert

Das Bonner Schumannfest präsentiert „draußen und vor Ort“ den Bonner Jazz-Pianisten Moritz Preisler: Der preisgekrönte Pianist präsentiert unter dem Motto „Intermezzo“ verschiedene Grenzgänge und Grauzonen zwischen klassischer Musik und Jazz, sowie zwischen Improvisation und Komposition.

Interaktive, analog-digitale Performance

Sa, 28. August 2021, 17 Uhr + 20 Uhr,
So, 29. August 2021, 20 Uhr,
Eintritt frei

Map to Utopia

fringe ensemble, Platform Tiyatro

!! Anmeldung direkt am Container oder unter presse@fringe-ensemble.de erforderlich !!

Die interaktive und bislang digitale Performance „Map to Utopia“ wechselt im Bonner Kultursommer in den analogen Raum! Sie verbindet Theater und Gaming und ermöglicht eine spielerische und kommunikative Auseinandersetzung mit der Frage unseres urbanen Zusammenlebens. Nun erobert das fringe ensemble im Rahmen von „draußen und vor Ort“ den Stadtraum und lädt Bonnerinnen und Bonner dazu ein, sich in der Performance über das Zusammenleben im urbanen Raum auszutauschen. Am Beispiel der kosmopolitischen Metropole Istanbul entwickelte das Team eine fiktive Stadtlandschaft mit verschiedenen Distrikten und ermöglicht den Teilnehmenden über eine App, diese anhand der Geschichten von fiktiven Biografien dort lebender Menschen kennen zu lernen. Die interaktive Performance ist auf 20 Teilnehmende begrenzt, die am besten schon vor dem Start eine App herunterladen. Bitte melden Sie sich deshalb unbedingt vor an.
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So, 29. August 2021, 16 bis 18 Uhr,
Eintritt frei

Digitaler Spielraum

fringe ensemble

Digital-Media-Jam

Mit: Annika Ley und Fehime Seven

Mitten im analogen, öffentlichen Raum öffnet das fringe ensemble die Tür zum Digitalen und bietet einige Einblicke in seine Arbeit: Wie funktionieren digitale Technologien, wie Virtual Reality und Augmented Reality? Was kann man sich unter Motion Capture oder Depth Kameras vorstellen? Und wann und wie machen diese Technologien im Theater Sinn? 

Fehime Seven, Spiel-Entwicklerin, und Annika Ley, Bühnenbildnerin und Video-Spezialistin des fringe ensemble, werden sich zusammen mit Gästen von 9 bis 16 Uhr in einen Playful-Performance-Media-Jam begeben. Das Ergebnis dessen kann das Publikum zwischen zwischen 16 und 18 Uhr erleben.